Aufruf

Veranstaltungsreihe

 

Risikozone Jugend
und die neue Lust am Strafen

 

Jugendliche im Spannungsfeld zwischen Aufbegehren, Widerstand und generalpräventiver Sicherheitspolitik

In den meisten Metropolengesellschaften haben sich mit Ende der Systemkonkurrenz massive Verschiebungen ereignet. Dazu zählen breite gesellschaftliche Entsolidarisierungs- und Individualisierungsprozesse, politischer Rechtsruck und verschärfter Rassismus. Eine diffuse Angst vor allem Fremden, vor Armut, dem Verlust des sozialen Status und gefühlter Bedrohung vor Kriminalität und Terror kommen hinzu. Die politische und gesellschaftliche Antwort beschränkt sich vor allem auf Konzepte der Diskriminierung und Bestrafung.

Die Lust, widerständiges nichtkonformes Handeln abzustrafen ist nichts Neues. Jugendliche sind in anderer Art und Weise von Repression betroffen. Ihr rebellisches Potential erscheint bedrohlich und soll im Sinne der herrschenden Normen zugerichtet werden. Je früher, desto besser. Je härter, desto wirksamer. Neu an der „Straflust“ ist die Betrachtung des Menschen als potenzielles Sicherheitsrisiko und der Trend, die Repression vor die Tat zu verlagern.

Um die jeweiligen vorherrschenden Interessen gegenüber den neu definierten Risikogruppen zu sichern, werden sie neuen Techniken sozialer Kontrolle unterworfen.

Diese Veranstaltungsreihe richtet sich gegen die Formen der präventiven Repression in der „Risikozone Jugend“.

Dort, wo Menschen tatsächlich autonom handeln, sprechen andere von „Räumen begrenzter Staatlichkeit“, „Pulverfässern“, „Flächenbränden“ oder „Risikozonen“. Ob in Kurdistan, im Baskenland, in den Banlieues der französischen Großstädte oder Berlin-Neuköllns – wir wollen über verschiedene Kämpfe von Jugendlichen in Europa informieren sowie Anknüpfungspunkte und Perspektiven des Widerstandes diskutieren.

 

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